Umsetzung der Steuervorlage 17 in den einzelnen Kantonen

Wir verfolgen für Sie die Entwicklungen und Reaktionen in den einzelnen Kantonen auf die Steuervorlage 17 (SV17):

 

Kanton Basel-Land

Die Baselbieter Regierung fordert die rasche Neuauflage einer Unternehmenssteuerreform, denn Rechts- und Planungssicherheit sei eminent für die Unternehmen. Die Regierung will zudem Basel-Land als steuerlich attraktiven Wirtschaftsstandort erhalten und bleibt in engem Kontakt mit der Baselbieter Wirtschaft. Statusgesellschaften haben gerade auch im Kanton Basel-Land eine grosse wirtschaftliche Bedeutung.

Präsentation zur Steuervorlage 17 vom 20. Juni 2017

 

Kanton Genf

Die Vorschläge des Steuerungsorgans des Bundes sind kompatibel mit dem Vorhaben der Genfer Finanzkommission. Gemäss dem Grossen Rat handelt es sich um ein Projekt, welches mehr auf Konsens ausgerichtet und ausgewogen ist. Der einzige Punkt der beanstandet wird, ist der Kantonsanteil an der Bundessteuer. Der Kanton Genf wird sich mit anderen Kantonen dafür einsetzen, dass der Kantonsanteil wieder auf 21.2 % erhöht wird. 

Auf kantonaler Stufe wird der Kantonsrat bis September zusammensitzen und einen Vorschlag entwickeln. Der Kantonsrat ist der Meinung, dass die früheren Kernpunkte aufrechterhalten bleiben sollen. Das neue Bundesgesetz über die Steuervorlage 17 wird voraussichtlich am 1. Januar 2019 in Kraft treten. Den Kantonen wird demzufolge zur Umsetzung der eidgenössischen Bestimmung in ihr kantonales Recht eine Frist bis zum 1. Januar 2020 zugesprochen.

Medienmitteilung vom 3. Juli 2017

 

Kanton Schwyz

Das Finanzdepartement des Kantons Schwyz unterstützt die neuen Eckwerte der Steuervorlage 17 grundsätzlich. Die Umsetzung der SV17 solle dazu benutzt werden, den Kanton als Ganzes für Unternehmen steuerlich attraktiv zu machen, evtl. mittels Einführung eines einheitlichen Gewinnsteuersatzes für das ganze Kantonsgebiet.

Medienmitteilung vom 1. Juni 2017

 

Kanton St. Gallen

Unternehmenssteuerreform – was macht der Kanton St. Gallen? Schriftliche Antwort der Regierung vom 28. März 2017

Mit Blick auf die kommende Haushaltsplanung bestehe derzeit noch kein Grund, die Planwerte beim Aufgaben- und Finanzplan (AFP) zu korrigieren. Die Regierung werde die Lage jedoch laufend analysieren und mit dem Budget bzw. dem AFP 2019–2021 dem Kantonsrat Bericht erstatten.

 

Kanton Zug

Finanzdirektor Heinz Tännler unterstützt die Vorschläge des Steuerungsorgans des Bundes für die Steuervorlage 17. Der Kanton Zug plane einen einheitlichen Gewinnsteuersatz für alle Unternehmen von rund 12 Prozent. Weiter sollen eine Patentbox mit einer kantonalen steuerlichen Entlastung von 90 Prozent eingeführt und Forschung und Entwicklung mit einem 150-prozentigen kantonalen Abzug gefördert werden.

Medienmitteilung vom 1. Juni 2017

 

Kanton Zürich

Obwohl der Bundesrat im Juni bei seinem Beschluss zu den Eckwerten der Steuervorlage 17 den Eigenkapitalzinsabzug aus dem Reformpaket gestrichen hat, will der Kanton Zürich den Kampf noch nicht aufgeben. Gemäss einer Firmenumfrage im Auftrag der Zürcher Handelskammer (ZHK) könnte der Eigenkapitalzinsabzug dem Kanton per Saldo erhebliche Mehreinnahmen bringen. Darum will sich die ZHK in den kommenden Monaten dafür einsetzen, Verbündete in anderen Kantonen und Verbänden zu finden, welche die Anliegen des Kantons Zürichs mitunterstützen.

NZZ-Artikel vom 29. August 2017

Kommentar Zürcher Handelskammer vom 29. August 2017

Zudem hat das kantonale Steueramt Zürich am 28. August 2017 Praxishinweise zum Statuswechsel von Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften publiziert: Praxishinweis zu §§ 73 und 74 StG ZH und Ergänzung des Praxishinweises.

Topic: